Linalool
Linalool ist ein Terpenalkohol und einer der verbreitetsten Duftstoffe des Pflanzenreichs. Seine INCI lautet Linalool.
Es kommt in über zweihundert Arten vor: Lavendel, Bergamotte, Koriander, Basilikum, Rosenholz, Ylang-Ylang, Thymian, Minze. Es ist einer der Hauptbestandteile des ätherischen Lavendelöls, dessen kennzeichnende blumige Note es trägt.
Sein Duft ist blumig, frisch, je nach Form leicht zitrusartig und holzig.
Warum es in INCI-Listen steht
Das erklärt seine nahezu durchgängige Präsenz auf Etiketten.
Die Kosmetikgesetzgebung verlangt, eine Reihe von Duftstoffen, die als Kontaktallergene anerkannt sind, namentlich zu deklarieren, sobald sie einen Konzentrationsschwellenwert überschreiten: 0,001 % in einem auf der Haut verbleibenden Produkt, 0,01 % in einem abzuspülenden.
Linalool steht auf dieser Liste. Enthält ein Produkt ätherisches Lavendel-, Bergamotte- oder Korianderöl in ausreichender Menge, muss das darin natürlich enthaltene Linalool gesondert genannt werden — nach dem Begriff Parfum oder nach dem ätherischen Öl.
Seine Nennung in einer INCI-Liste bedeutet also keinen synthetischen Zusatz. In einem naturkosmetischen Produkt stammt es fast immer aus den verwendeten ätherischen Ölen.
Natürlich oder synthetisch
Linalool gibt es in zwei synthetischen und einer natürlichen Form, ohne dass die INCI sie unterscheidet.
Linalool aus ätherischen Ölen ist jenes, das natürlich in der Formulierung vorkommt, nicht zugesetzt.
Isoliertes Linalool wird aus einem ätherischen Öl gewonnen und gereinigt, als Parfümbestandteil eingesetzt.
Synthetisches Linalool wird chemisch hergestellt, namentlich aus Pinen-Derivaten. Es ist chemisch identisch — dasselbe Molekül, und dasselbe allergene Potenzial.
Ein nützlicher Hinweis: Ein natürliches Allergen ist nicht weniger allergen als ein synthetisches. Massgebend ist das Molekül, nicht seine Herkunft.
Die Frage der Oxidation
Das ist der entscheidende und am wenigsten bekannte Punkt.
Reines Linalool ist nur schwach allergen. Es sind seine Oxidationsprodukte — Hydroperoxide, die an Luft und Licht entstehen —, die ein deutlich höheres Sensibilisierungspotenzial aufweisen.
Konkret: Ein frisches ätherisches Lavendelöl ist unproblematischer als ein seit zwei Jahren geöffnetes und schlecht gelagertes. Das ist der praktische Grund, weshalb ätherische Öle in gut verschlossener Braunglasflasche vor Licht geschützt aufbewahrt und regelmässig ersetzt werden.
Professionelle Formulierungen setzen häufig ein Antioxidans wie Vitamin E zu, um dies zu begrenzen.
Wo man es antrifft
Linalool erscheint in einem grossen Teil parfümierter Produkte: Seifen, Körperpflege, Haarpflege, Deodorants, Reinigungsmittel.
Es steckt in allen ätherischen Ölen, die es natürlich enthalten, allen voran Lavendel, Lavandin, Bergamotte, Petitgrain, Koriander und Rosenholz.
Für die Eigenherstellung gibt es keinen Grund, es zuzusetzen: Es kommt mit den verwendeten ätherischen Ölen. Auf dem Etikett eines Produkts, das verschenkt oder verkauft wird, muss es dagegen erscheinen, sobald der Schwellenwert überschritten ist.
Vorsichtsmassnahmen
Linalool ist ein anerkanntes Kontaktallergen. Sensibilisierte Personen sollten INCI-Listen lesen und Produkte meiden, die es nennen — unabhängig von seiner Herkunft.
Eine Sensibilisierung kann nach wiederholter Exposition auftreten, auch bei Produkten, die jahrelang problemlos verwendet wurden. Sie ist dauerhaft.
Bei einer Hautreaktion — Rötung, Juckreiz, Kontaktekzem — ist die Anwendung abzubrechen und ärztlicher, dermatologischer oder allergologischer Rat einzuholen. Ein Epikutantest erlaubt gegebenenfalls, die auslösende Substanz zu bestimmen.
Aufbewahrung
Die Regel betrifft die Produkte, die es enthalten. Linaloolreiche ätherische Öle werden in gut verschlossener Braunglasflasche vor Licht und Wärme geschützt aufbewahrt und halten nach dem Öffnen nicht unbegrenzt. Ein scharf oder stechend gewordener Geruch weist auf ein oxidiertes Öl hin.
Häufige Fragen
Ist Linalool ein synthetischer Zusatz?
Nicht zwingend. In einem Naturprodukt stammt es fast immer aus den verwendeten ätherischen Ölen. Das synthetische Molekül ist chemisch identisch.
Warum steht es auf fast allen Etiketten?
Weil die Gesetzgebung seine namentliche Deklaration verlangt, sobald ein Konzentrationsschwellenwert überschritten ist. Es kommt in sehr vielen ätherischen Ölen vor.
Ist natürliches Linalool weniger allergen?
Nein. Massgebend ist das Molekül, nicht seine Herkunft.
Warum ist die Oxidation wichtig?
Reines Linalool ist schwach allergen. Seine an Luft und Licht entstehenden Oxidationsprodukte haben ein höheres Sensibilisierungspotenzial.
Muss man es grundsätzlich meiden?
Nein, ausser bei nachgewiesener Sensibilisierung. Betroffene sollten INCI-Listen dagegen aufmerksam lesen.
Was tun bei einer Reaktion?
Die Anwendung abbrechen und eine Ärztin, einen Dermatologen oder Allergologen aufsuchen. Ein Epikutantest bestimmt die auslösende Substanz.
Produkte mit Linalool
Filter
Keine Produkte, die diesen Filterkriterien entsprechen.
Kostenlose Lieferung in der Schweiz
Ab CHF 79.--
100 % sichere Zahlung
Alle Ihre Daten sind geschützt
Kundenservice, der Ihnen zuhört
info@green-shop.ch
100 % biologisch oder natürlich
Alle unsere Produkte sind zertifiziert biologisch oder natürlich.









































































